Wie Sozialunternehmen die Welt verändern

Jeannette Gusko von Change.org sprach in ihrem Vortrag auf dem Social Entrepreneurship Camp 2015 in Berlin (Originaltitel: How social businesses are changing the world) über die Möglichkeiten, die digitale Platformen wie change.org bieten, um Veränderung herbeizuführen.

Social Businesses verändern unsere Welt(sicht)

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Zusammenfassung:

  • Change.org macht den sozialen Wandel durch Online-Petitionen einfach und für jeden zugänglich
  • Ziel von Change.org ist eine hohe Teilnahme der Zivilgesellschaft an öffentlichen Themen, die dazu führt, dass Regierungen bzw. Unternehmen eine Lösung herbeiführen
  • Um eine möglichst große soziale Wirkung zu erreichen, richtet sich Change.org so aus, dass monetäre und soziale Rendite im Einklang stehen

Social Impact Speaker Jeannette Gusko

Jeannette Gusko ist Leiterin für Kommunikation bei Change.org Deutschland, der Plattform für gesellschaftliche Veränderung. Jeannette war mehrere Jahre in der Kommunikationsberatung für Mercedes Benz USA, BBDO sowie für das Bundesministerium für Bildung und Forschung tätig und schrieb für die Financial Times Deutschland. Im Jahr 2014 gründete sie das Campaign Bootcamp Deutschland mit, das talentierte Aktivistinnen und Aktivisten der Zivilgesellschaft weiterbildet. Vor ihrer Tätigkeit bei Change.org forschte sie zu Startups, Change Management, PR-Management und Investor Relations an der Ostfalia Hochschule. Sie studierte in Berlin, Chambéry (Frankreich) und Leipzig.

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Zusammenfassung des Vortrags von Jeannette Gusko

 

Change.org – die Website für den Wandel

Die weltweit agierende Plattform Change.org ist mit derzeit 90 Millionen Nutzerinnen und Nutzern (Stand Anfang März 2015) die größte Petitionsplattform der Welt. Themen oder politische Einstellung gibt die offene Organisation nicht vor, sondern überlässt diese den Nutzerinnen und Nutzern der Plattform. Change.org zielt darauf ab, „Menschen weltweit die Möglichkeit zu geben, sich für die Welt einzusetzen, in der sie leben möchten.“

Um die Hürden für eine Teilnahme klein zu halten und möglichst viele Menschen zur Teilnahme zu ermutigen, kann eine Change.org-Petition mit wenigen Klicks auf der Website oder auf dem Mobiltelefon initiiert werden. Um auch Menschen außerhalb von demokratischen Strukturen eine gefahrlose Teilnahme zu ermöglichen, fordert Change.org nicht den realen Namen des Petitionsinitiators oder der -initiatorin ein.

Eine einzelne Person kann große Veränderungen initiieren

Ein sehr erfolgreiches Beispiel für die Wirkung von Change.org ist die Kampagne, welche die 17-jährige Fahma Mohamed ins Leben rief: Fahma bat das englische Bildungsministerium, das Problem der Genitalverstümmelung bei Frauen mehr in den Fokus zu rücken, von der jährlich etwa 24.000 Frauen weltweit betroffen sind. Mehr als 234.000 Personen unterzeichneten Fahmas Petition und lösten damit auch ein großes mediales Echo aus. In der Folge entschied das Bildungsministerium, dem Problem Zeit an den Schulen einzuräumen. Letztendlich hat diese Kampagne dafür gesorgt, dass weitere Petitionen in anderen Ländern gestartet wurden – eine dieser Kampagnen war in den USA erfolgreich und erwirkte, dass sich Präsident Barack Obama mit dieser Praktik kritisch befasste.

Dieses Beispiel zeigt, dass die Initiative eines Einzelnen unsere Welt zum Besseren verändern kann. Dies ist tägliche Praxis bei Change.org

Soziale statt monetäre Rendite – auch über Change.org hinaus

Change.org ist ein Sozialunternehmen und als sogenannte B Corporation extern zertifiziert. Gemeinwohl und nachhaltige Finanzierung sind miteinander im Einklang, Wirkungsmaximierung geht vor Gewinnmaximierung. Change.org baut soziale Bewegungen auf und unterstützt Nonprofits dabei, ihre Mitgliederbasis zu erweitern. Im Wesentlichen geschieht dies durch den Verkauf von Online-Anzeigenplätzen, auf denen Organisationen ihre kostenlosen Newsletter bewerben.

In diesem Selbstverständnis und Strukturen sieht Change.org einen Trend: Bekannte Unternehmen wie Ben&Jerry´s und patagonia haben ähnliche soziale Ansprüche – und schaffen damit ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb.

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