Nachbericht zum Social Entrepreneurship Camp “Making more health” in Frankfurt

So war unser #MMHCamp

Vom 12. bis 14. Januar 2017 haben wir das Social Entrepreneurship Camp “Making more Health” an der Goethe Universität in Frankfurt für „Making more Health“ – einer Social Entrepreneurship Initiative von Boehringer Ingelheim, durchgeführt.

Dabei haben rund 25 Studierende aus verschiedenen Fachbereichen teilgenommen, um zu erfahren, wie man soziale Herausforderungen, besonders im Gesundheitswesen, unternehmerisch angeht und innovativ löst. Außerdem mit dabei: Zahlreiche Speaker aus der Praxis, die den Studierenden aus ihrer eigenen Erfahrung vermittelt haben, worauf es ankommt, wenn man ein Sozialunternehmen gründen und aufbauen möchte.

Tag 1 – Donnerstag, 12. Januar 2017

Carsten Lessmann gab den Studierenden zu Beginn am Donnerstag, einen Einblick in die Thematik. Dabei führte er das Beispiel der Grameen Bank von Friedensnobelpreisträger Mohammad Yunus an. Denn durch die Gründung wurden Mikro-Kredite für Kleinbauern vergeben und ein gesellschaftliches Problem gelöst.

Carsten Lessmann eröffnet am Donnerstag das Camp.

Danach eröffnete Martin Reh von der RSO Shift GmbH das Camp mit seiner Keynote zum Thema Infektionsrisiko in Afrika und wie die Lösung von RSO Shift für dieses Problem aussieht. Dabei wird durch ein thermisches Solarmodell Wasserdampf erzeugt, welches das Operationsbesteck sterilisiert und damit dieses Problem an der Wurzel anpackt. Außerdem hatte Martin Reh eine klare Botschaft an die Studierenden: Traut euch! Seid mutig! Beschäftigt euch mit eurem Gegenüber! Denn so kann ein gutes Projekt entstehen, bei dem persönliche Werte auf ein Unternehmen übertragen werden können.

Wie Entwicklungstrends im Gesundheitsbereich aussehen und wie wichtig Diversity und Innovation sind, erläuterten Armin Furtwängler von Boehringer Ingelheim und Manuela Pastore von Making more Health. Unter dem Motto “Health meets future” wurden die Fragen: Was bedeutet Innovation? Was gibt es für neue Technologien und Gegenstände? Wer kann überhaupt Innovationen machen? behandelt.

Das leckere Buffet von Resteküche – BesteKüche.

Nachdem die ersten Vorträge vorbei waren, wurden wir durch das Team von Beste Küche perfekt durch ein leckeres Buffet versorgt und waren gestärkt für den Effectuation-Workshop.

Wollt auch ihr ein ganz tolles Projekt unterstützen? Einfach hier reinschauen!

Der zweistündige Effectuation Workshop wurde von Michael Wunsch und Birgit Heilig von der Cool Ideas Society gegeben und bildete den Abschluss dieses ersten, erfolgreichen Tages. Hier beschäftigten sich die Studierenden mit der Reflexion zum eigenen Leben und der intensiveren Auseinandersetzung mit ihren bisherigen Stationen. Dies hilft beim Umgang mit Ungewissheiten in verschiedenen Lebenssituationen. So war die lessons learnt dieses Workshops “Mach das was du tust so, dass du immer darauf Einfluss hast”!

 

Tag 2 – Freitag, 13. Januar 2017

Am Freitag hat die interimistische Leiterin des Goethe Unibators Dr. Katharina Funke-Braun den Teilnehmern das (Social) Business Model Canvas sehr interaktiv beigebracht. Denn dies ist die Basis für die Ideengenerierung in den Arbeitsgruppen und Grundlage für die Pitches am Samstag. Das Konzept bietet ein Überblick zu verschiedenen Aspekten wie beispielsweise Partnern, Aktivitäten oder sozialem Wert eines sozialen Unternehmens.

Mit dem Zitat “The world will not be destroyed by those who do evil, but by those who watch them without doing anything” (Albert Einstein) begann die zweite Hälfte des Tages, der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heinecke. Er berichtete von seinen Erfahrungen mit dem von ihm gegründeten Unternehmen der Dialogue Enterprise GmbH, besser bekannt unter “Dialog im Dunkeln” und zeigte deutlich auf, wie viel Verantwortung und Arbeit bei sozialen Unternehmen gefordert wird. Als Message gab er den Studierenden noch mit auf den Weg, dass man immer bei Null startet und hat leere Hände, deswegen ist es sehr wichtig, Menschen zu gewinnen und zu begeistern. Es geht am Ende nicht um die Idee, sondern um die Umsetzung.

Anschließend haben Sabine Emmerich von Making more Health und Ricarda Kraus von Boehringer Ingelheim das Thema Marketing in Bezug auf Social Entrepreneurship vertieft. Im Rahmen dessen haben sie den Studierenden näher gebracht was Marketing ist und wie man es gezielt zur Verbreitung von Informationen und zum Imageaufbau nutzen kann. Die Vision von Making more health ist es, die Welt gesünder und besser zu machen. Das geschieht unter anderem auch durch die Vernetzung von Sozialunternehmern.

 

Tag 3 – Samstag, 14. Januar 2017

Unser letzter Tag an der Goethe Universität Frankfurt startete mit Dieter Kern, dem kaufmännischen Geschäftsführer von aescuvest. Er behandelte das Thema Crowdfunding und Investment, welches auch Kernaktivität von aescuvest ist. Dabei erklärte er wie diese Art der Finanzierung abläuft und sich zusammensetzt.

Tolle Arbeitsatmosphäre an der Goethe Uni!

Vor der Vorbereitung für die einzelnen Pitches der insgesamt 6 Arbeitsgruppen, berichtete Nils Hafa vom Social Impact Lab Frankfurt noch über die Szene, die Community und Finanzierungsmöglichkeiten. Dabei stellten drei Social Start-ups aus dem Lab ihre Geschäftsmodelle vor und verdeutlichten den Camp-Teilnehmern und Teilnehmerinnen noch einmal die Pitch-Idee.

Die Camp-Teilnehmer/innen haben zum Schluss ihre Ideen, die sie während des Camps entwickelt haben, in Form von Elevator-Pitches vorgestellt. Die Ideen reichten von sexueller Aufklärungsabeit in Vietnam über eine Apperweiterung gegen Übermedikation und einer App die das positive Denken der Menschen stärken soll bis hin zum gemeinsamen Kochen für den sozialen und gesundheitlichen Mehrwert, einem Ausstellungsraum zur Aufklärung von psychischen Krankheiten und einem Seminarprogramm zur Vorbeugung von Burnout. Dabei haben wir uns sehr über die gute Jurybesetzung gefreut. Neben Carsten von der Hilfswerft haben Rainer Höll von Ashoka, Milena Bertram von Finance in Motion und Phillip Baum von Boehringer Ingelheim wirklich eindrucksvolles und hilfreiches Feedback gegeben.

Die Jury bewertet die finalen Pitches der Studierenden.

Wir haben uns sehr gefreut, das Camp durchzuführen. Alle Studierenden haben sich eingebracht und selbst soziale Geschäftsmodelle im Gesundheitsbereich entwickelt und vorgestellt. Unser herzlichster Dank geht an die Speaker und Juryteilnehmer, für den wertvollen Input sowie die Studierenden für die gute Mitarbeit und tollen Ergebnisse.

Ein großer Dank geht auch an unsere Partner 180Degrees Consulting, dem Founders Club Frankfurt sowie dem Social Impact Lab Frankfurt und der Cool Ideas Society.

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