Nachbericht zum SEC an der Uni Gießen

So war das erste Social Entrepreneurship Camp 2018

Vom 18. bis 20. Januar 2018 haben wir zum ersten Mal ein Social Entrepreneurship Camp an der Justus-Liebig Universität in Gießen durchgeführt. Gemeinsam mit der Boehringer Ingelheim Initiative Making more Health haben wir dieses Camp auf die Beine gestellt und mit dem Fokus des Themenfeldes der Gesundheit versehen. Mit an Bord waren außerdem rund 25 Studierende als Teilnehmer aus verschiedenen Fachbereichen. Diese waren neugierig zu erfahren, wie man soziale Herausforderungen unternehmerisch angeht und innovativ löst. Außerdem mit dabei: Renommierte Speaker aus der Praxis und dem Social Entrepreneurship Umfeld! Hier gab es interessante Vorträge aus der Praxis, wertvolle Infos und hilfreiche Tipps worauf es ankommt, wenn man ein Sozialunternehmen gründen und aufbauen möchte.

 

Tag 1 – Donnerstag, 18. Januar 2018

Der Auftakt bildete bei diesem Camp die Begrüßung und Einführung von Carsten Lessmann (Hilfswerft) und Sabine

Emmerich (Making more Health Boehringer Ingelheim) und Vorstellung des Themas “Soziales Unternehmertum”. Unser erster Impuls Vortrag wurde von Martin Reh von RSO-Shift gehalten. Das Kernthema war hier das Infektionsrisiko in Afrika und wie die Lösung von RSO Shift für dieses Problem aussieht. Diese Lösung beinhaltet ein thermisches Solarmodell, welches Wasserdampf erzeugt, dass Operationsbesteck sterilisiert und damit das Problem der Infektionen an der Wurzel anpackt. Außerdem hatte Martin Reh eine klare Botschaft an die Studierenden: Traut euch! Seid mutig! Beschäftigt euch mit eurem Gegenüber! Denn so kann ein gutes Projekt entstehen, bei dem persönliche Werte auf ein Unternehmen übertragen werden können.

Nach einer kurzen Pause ging es direkt mit dem zweiten Vortrag des Tages weiter: Armin Furtwängler (Health Care Innovation Boehringer Ingelheim) berichtete über die Zukunft der Healthcare-Branche und stellte innovative Ideen aus dem Gesundheitssektor vor.

Zum Ende des ersten Tages startete die Gruppenarbeit der Studierenden, bei der diese eine eigene Idee entwickeln sollen um durch ein soziales Unternehmertum eine gesellschaftliche Herausforderung im Bereich Gesundheit zu lösen.

 

Tag 2 – Freitag, 19. Januar 2018

Die Ideen der Studierenden

Am zweiten Tag stand neben einem Warm-up-Spiel zunächst ein Workshop für die Studieredenen auf dem Plan. Dabei vermittelte Maria Isabel Rodrigues Fernandez (Boehringer Ingelheim) den Teilnehmenden wie man sein Projekt in einem Pitch erfolgreich präsentiert. Das hier Gelernte, konnten die Studierenden bereits kurze Zeit später, am dritten Tag des Camps, in der Pitch Vorstellung ihrer Geschäftsideen anwenden.

Die Ideenfindung der Camp-Teilnehmenden wurde von Prof. Dr. Monika Schuhmacher (JLU Gießen) begleitet und praktisch unterstützt. Nach einer weiteren Arbeitsphase für die S

tudierenden folgte unter anderem ein Impuls-Vortrag von Dr. Michaela Fink (JLU Gießen). Sie stellte den eingetragenen Verein Palium vor.

Bevor wir den zweiten Tag mit einer offenen Gruppenphase beendeten stellte Steffen Preuss von ichó in seinem Vortrag die Erfolgsfaktoren eines Healthcare-Startups vor.

 

Tag 3 – Samstag, 20. Januar 2018

Der letzte Tag eines Camps ist immer besonders spannend, denn hier stellen die Teilnehmenden in kurzen Pitches ihre ausgearbeiteten Geschäftsideen vor. Diese werden dann von einer ausgewählten Jury bewertet. Doch bevor dieser Endspurt angegangen wurde, gab es noch weitere Inputs. Carsten Lessmann (Hilfswerft) sprach in seinem Vortrag das Thema der Finanzierungsmöglichkeiten für Social Startups an. Rainer Höll von Ashoka ging danach auf System Change ein.

Danach startete die Endphase: Die Pitches. Nach einer letzten kurzen Arbeitsphase wurde es ernst für die Gruppen. Sie hatten fünf Minuten Zeit ihre Idee einer Jury vorzustellen und mussten sich dann den Fragen stellen. Anhand der Kriterien Innovationsleistung, Realisierbarkeit oder Skalierbarkeit bewerteten Philipp Baum (Boehringer Ingelheim), Tristan Herbold (JLU Gießen), Rainer Höll (Ashoka) und Dipl.-Soz.-Wiss. Anne Zulauf (JLU Gießen) die Ideen.

Bei dem an der Universität Gießen durchgeführten Camp waren 20 Studierende anwesend, die ihre vielfältigen Gründungsideen einer Jury präsentierten. Das Gewinnerprojekt „anando!“ (Katharina Klein, Amelie Kreuer, Johanna Kühner und Andreas Diez) erhält ein zweckgebundenes Preisgeld von 1.000€. Die Projektgruppe entwickelte die Idee mit speziellen Schuhen der Ansteckung mit Hackenwürmern vorzubeugen. Die Ansteckung geschieht über den direkten Hautkontakt, wenn Menschen in tropischen oder subtropischen Regionen barfußlaufen. Erarbeitet wurden unter anderem auch Projekte zur spielerischen Kommunikationsförderung bei Demenz, Krebsfrüherkennung oder eine Wohnkonzept bei Altersarmut.

 

Es war ein tolles Camp, mit interessanten Ideen und spannenden Inputs. Bei allen Referenten, den Studierenden sowie der Initiative Making more Health von Boehringer Ingelheim möchten wir uns nun bedanken: Für Inputs, die gute Arbeitsatmosphäre und inhaltliche, sowie allgemeinen Unterstützung, die dieses Camp zu einem tollen Event gemacht haben!

 

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